Fritz, Martin M.
Neue Lyrik aus Österreich Band 4
intrinsische süßigkeit
Artikel Nr 1806
ISBN 978-3-85028-578-0
erschienen 27.09.2013
Maße 19 x 12 x 0.6 cm
Seitenanzahl 61 Seiten
Einband Franz. Broschur
Gewicht 500 g
Preis 16,50
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
intrinsische süßigkeit beschäftigt sich mit Tieren, Kosmologie, Informationstheorie, Flirts in zwielichtigen Kneipen und den Versuchen, Reisetagebücher zu schreiben. Der Moormaulwurf, ein wichtiges Motiv, ist ein Maulwurf, der eben im Moor lebt und dessen Gänge darum im flüssigen Morast hinter ihm stets sofort wieder einstürzen, weswegen er sie immer nur für den Moment gräbt. So funktionieren auch die Gedichte von intrinsische süßigkeit: Die Zitate von PC-Nutzer_innen-Oberflächen, des Fernsehens, aus systemtheoretischen Texten, Popsongs und Kneipengesprächen reduzieren die Komplexität der Welt auf ein – jeweils für nur den Moment eines Gedichts – schreibbares, lesbares und verstehbares Maß und zeitigen so sperrige, wütende und vor allem sehr liebevolle Lyrik.

wir müssten eben alle alles

durchliken
durchfaven
durchplussen
durchstarren

und das netzwerk würde uns sagen
friends won’t know you’ve starred them


Autorenbeschreibung
Martin Fritz, geb. 1982, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie in Innsbruck, Dissertation zu Popkultur und Web 2.0. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien, im Web, Auftritte bei Peotry Slams. Stipendien (2011 der Stadt Innsbruck für Lyrik) und Preise (2009 Literaturpreis Wortlaut von FM4, 2010 Rauriser Förderungspreis).

Rezensionen
„Martin Fritz ist lyrischer Theoretiker, Pragmatiker und Anwender, seine Texte sind also tatsächlich intrinsisch, gleichzeitig verströmen sie in der Außenwirkung jenen irritierenden Charme, der entsteht, wenn jemand eine Sache selbstironisch gewähren lässt.“ (Helmuth Schönauer)

„Es ist indes die herausragende künstlerische Leistung des Autors, aus den „großen“ Themen (Identität, Zukunftsperspektiven, virtuelle Kommunikation, die sich fast anhört wie Liebe…) ein so leichtes und poppiges Stimmen-Netz zu weben, dass es klingt, als würde es eine intrinsische süßigkeit enthalten.“ (Mag. Dr. Eleonore De Felip)

„Die Gedichte von Martin Fritz haben feine Widerhaken und hohen Wiedererkennungseffekt, sie sind dermaßen präsent, dass sie für TurmbundtraditionalistInnen und sonstige ästhetisch Rückwärtsgewandte als fremde Zukunftsmusik daher kommen müssen.“ (DUM - Das ultimative Magazin / Markus Köhle)

Rezension ->Link
- Quelle: Eleonore De Felip

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- Quelle: Helmuth Schönauer, erschienen in Südtiroler Zeitung (22.12.2013) und in Podium Mai 2014

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- Quelle: Mag. Christian Grill
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