Sommer, Susanne
See-le-ben
Artikel Nr 2353
ISBN 978-3-85028-880-4
erschienen 24.05.2019
Maße 21,5 x 13,5 cm
Seitenanzahl 70 Seiten
Einband Softcover
Gewicht 200 g
Preis 12,00
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
Noch ein Lyrikband aus Österreich? Ja. Und zwar „See-le-ben“ von Susanne Sommer. Es handelt sich um die erste lyrische Veröffentlichung der gebürtigen Burgenländerin.
Mit unvergleichbar kraftvoller Sprache kommen diese Gedichte daher. Klar, direkt. Anprangernd, einfühlsam. Vor allem auch verspielt. Oft sind es Sprachspiele, mit zahlreichen Anspielungen auf andere literarische Werke und auf Allerweltsphrasen, mit Wortneuschöpfungen, mit Sprachvermischungen. Manchmal wird auch gereimt. Meistens aber folgen die Gedichte einem freien Rhythmus, ja könnten gut und gern auch im rhythmischen Sprechgesang vorgetragen werden. Eindringliche Melodien, authentischer, ehrlicher Ton. In melancholischer, angriffslustiger, einsam verträumter Stimmung. Berührend und lebendig, in jedem Fall.
Worum es geht? Um die Region rund um den burgenländischen Neusiedler See, mit Anspielungen auf Historisches, Geologisches, Biologisches, Bekanntes, weniger Bekanntes. Und um Seelen- und Lebensfragen: Kann die Seele auf den Grund sinken? Wie funktioniert Meditation im Schilf? Wo befinden sich die lucky Lacken? Ist die Welt, wie sie heute ist, eine gute? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Und: Wer bin ich eigentlich?
Antworten gibt es in 32 Gedichten. Kompakt, auf 56 Seiten. Die meisten Gedichte weisen einen Bezug zum Neusiedler See auf, aber nicht alle. Geografische Anhaltspunkte sind hier mit persönlichen Erfahrungen und Überlegungen verbunden. Hier geht es um Tiefen und Höhen, in Beziehungen wie gesellschaftlichen Entwicklungen. Hier geht es um Ursprünglichkeit und Zukunft. Hier geht’s aber auch um Erdachtes, Erwünschtes, Erträumtes. Hier wird verwischt, hier verschwimmen Ebenen. Undurchsichtig, wie der ins Zentrum gerückte See. Aktuelle Fragen, ewige Themen: Identität, Respekt, Gewalt, Konsum, Klimawandel, Spiritualität - Vieles drin. Es ist keine Lyrik zum Schwelgen, sondern zum Nachdenken. Zum Aufstehen, zum Verändern, zum Antwortensuchen und -geben. Susanne Sommer zeigt poetische und weniger poetische Seiten von Mensch und Welt. Und zwar ungeschminkt, und sehr persönlich. Ein achtsames Porträt, nicht nur des Neusiedler Sees.

Untermalt wird das Werk durch drei Ölgemälde der Wiener Schauspielerin, Sängerin und Malerin Pippa Galli: www.pippagalli.com
Autorenbeschreibung
In den 80er-Jahren in Mörbisch im Burgenland geschlüpft. Verbunden mit den schlammigen Untiefen des Neusiedler Sees, mit seinem rauschenden, zirpenden, surrenden und zwitschernden Schilfgürtel und seinen anachronistisch anmutenden Ruder- und Tretbooten. Lebt – nach vielen, vielen Jahren in Wien – derzeit wieder im Burgenland.

Studierte in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Allgemeine Sprachwissenschaft; arbeitete als Regieassistentin an verschiedenen österreichischen Bühnen, weil ihr Herz bereits von Kindesbeinen an fürs Theater schlägt (damals durfte sie übrigens die Rolle des jungen Wolfgang Amadé Mozart in einem Kinderstück spielen und verliebte sich dabei nicht nur in seine Musik). Schreib-Erfahrungen sammelte sie beim ORF, ZDF sowie bei mehreren Wiener PR- und Nachrichten-Agenturen.

Heute: hauptberuflich Mutter. Und weil der Sohnemann so viel Buntheit ins Leben bringt, treibt es sie hie und da nachts an den Schreibtisch, um Erlebtes wie Erdachtes niederzuschreiben. Spezialisierung liegt ihr nicht. Nennt sich gern unter Anlehnung an den von ihr sehr geschätzten Reinhard Mey „eine bunte Hündin“ und schreibt zu verschiedenen Themen, in verschiedenen Genres.

Zu den Themen „selbstbestimmtes Lernen und Leben“, „achtsame Geburtshilfe“ und „gewaltfreies Miteinander“ äußert sie sich immer mal wieder in den Magazinen: „Mit Kindern wachsen“ (arbor), „unerzogen“ (tologo) sowie „TAU – magazin für barfußpolitik“. Hat bei „edition Riedenburg“ das Kinderbuch „Willi Wunder“ herausgebracht und einige Romane und Sachbücher im Kopf sowie einen Koffer voll Lyrik (auch Kinderlyrik) unterm Bett bzw. unter der Matratze; da schläft sie lieber und besser. Hält sich am liebsten draußen in der Natur auf; und grün, grün, grün sind (fast) alle ihre Kleider.

Abenteuer im Kopf, die erlebte sie bereits als sehr junger Mensch. Seitenweise, hefteweise. Geschichten, Gedichte, Ideen – sie entstehen zwischendurch, zwischen Schlafen und Wachen, im Gehen, im Auto, auf der Holztreppe sitzend. Mag das Spiel mit Sprache, die unendliche Möglichkeiten, die Schönheit, die Kraft. Genauso wie das Reisen, das Suchen, das Finden. Träumt von England und Frankreich, aber auch von den Rocky Mountains. Liebt Abenteuergeschichten, Geschichten von Vagabunden und Nomaden. Wollte immer gern Schlangenmädchen im Zirkus sein. Blieb dann aber bei anderer „Körperarbeit“; nämlich Yoga, Tanzen und Wandern. Mag außerdem Chansons, feurigen Csárdás und gute Countrymusik. Und liest mit Begeisterung. Am liebsten: Khalil Gibran, Hermann Hesse, Walt Whitman, Haruki Murakami, Zeruya Shalev, Peter Henisch, Michael Ende, Otfried Preußler, Charles Dickens, Ingeborg Bachmann, Jules Verne.

Bisherige Buch-Veröffentlichungen:
Kinderbuch „Willi Wunder“ (edition riedenburg)
Lyrikband „See-le-ben“ (Berger)

Mehr unter: www.textbewegungen.at
Rezensionen

Bericht ->Link
- Quelle: Burgenländische Volkszeitung, 16. Juni 2019, Bericht von Peter Wagentristl
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